Wein aus Sardinien: Cannonau, Gallura und was ihn ausmacht

Sardinien bringt Rotweine hervor, die man in Italien sonst nirgends findet. Hier steht, warum das so ist — und was man beim Kauf beachten sollte.

Was macht Wein aus Sardinien besonders?

Sardinien ist eine Insel mit Granitböden, viel Sonne und starken Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. Diese Kombination gibt den Trauben Konzentration und Struktur, ohne dass die Säure verloren geht. Die Weingärten liegen oft in kleinen Parzellen, viele Rebstöcke sind alt und ertragsschwach. Das Ergebnis sind Weine mit mehr Körper und höherem Alkohol als auf dem italienischen Festland üblich.

Welche Rebsorte ist typisch für Sardinien?

Cannonau ist die meistangebaute rote Rebsorte der Insel. Sie ergibt einen körperreichen, wärmenden Rotwein mit festem Tannin, reifer roter Frucht und Noten der mediterranen Macchia. Bei den Weißweinen ist Vermentino die bekannteste Sorte, vor allem aus der Gallura im Nordosten.

Ist Cannonau dasselbe wie Grenache?

Genetisch ja. Die Rebsorte heißt in Sardinien Cannonau, in Frankreich Grenache, in Spanien Garnacha. Im Glas unterscheiden sie sich deutlich: sardischer Cannonau ist in der Regel dichter, dunkler und alkoholreicher als ein Grenache aus der südlichen Rhône, weil Klima und alte Buschreben mehr Konzentration erzeugen.

Wo liegt die Gallura?

Die Gallura ist die Region im Nordosten Sardiniens, rund um Olbia und Tempio Pausania. Sie ist geprägt von Granit, Korkeichen und Nähe zum Meer. Bekannt ist sie vor allem für den Vermentino di Gallura, die einzige DOCG Sardiniens — aber auch die roten Weine der Region profitieren von denselben Böden.

Was ist Immortale?

Immortale ist ein Cannonau di Sardegna aus der Gallura, erzeugt von Immortale Srls in Olbia. Die Cuvée stammt von Önologe Angelo Angioi. Der Ausbau dauert rund sechs Jahre: sechs Monate im Stahltank, dreieinhalb Jahre im Eichenbarrique, zwei Jahre Flaschenreife vor dem Verkauf. Der erste Jahrgang erschien in 2.280 Exemplaren.

Warum sechs Jahre Ausbau?

Weil das Tannin des Cannonau Zeit braucht, um seine Kanten zu verlieren, ohne dass der Wein seinen Charakter einbüßt. Zwei Jahre Flaschenreife integrieren zusätzlich, was das Holz bewirkt hat. Sechs Jahre gebundenes Kapital kann sich niemand leisten, der auf Menge produziert — deshalb kommen die meisten Cannonau ein bis zwei Jahre nach der Ernte in den Handel.

Wie schmeckt Cannonau?

Tiefes Rubinrot mit granatfarbenen Reflexen. In der Nase reife rote und dunkle Frucht, mediterrane Kräuter, Gewürze und — bei längerem Holzausbau — Vanille und balsamische Noten. Am Gaumen voll und warm, mit festem, aber poliertem Tannin und langem, trockenem Abgang. Der Alkoholgehalt liegt meist zwischen 13,5 und 15 Prozent.

Wozu passt sardischer Rotwein?

Rotes Fleisch, Braten, Wild, Wurstwaren und gereifter Schafskäse wie Pecorino. Auf Sardinien sind Spanferkel und Zickleinbraten mit Kartoffeln die klassischen Begleiter. Auch zu Schmorgerichten und lang gegartem Fleisch funktioniert er gut.

Bei welcher Temperatur serviert man ihn?

Bei 18 °C. Einen im Holz gereiften Cannonau mindestens eine Stunde vorher öffnen oder dekantieren. Geöffnet hält ein strukturierter Cannonau zwei bis drei Tage, wenn er wieder verschlossen und kühl gelagert wird.

Was kostet guter sardischer Rotwein?

Industriell erzeugter Cannonau di Sardegna DOC liegt zwischen 8 und 15 Euro. Das Premiumsegment — kleine Erzeuger mit Holzausbau — bewegt sich zwischen 25 und 50 Euro. Oberhalb von 50 Euro befindet man sich bei limitierten Abfüllungen, wo der Preis eher die Jahre der Reifung und die kleine Stückzahl abbildet als die Kosten der Trauben.

Liefern Sie nach Deutschland?

Ja. Innerhalb der Europäischen Union versenden wir direkt aus Sardinien, mit stoßgesicherter Weinverpackung. Die Lieferzeit beträgt in der Regel vier bis acht Werktage. Etwaige im Bestimmungsland anfallende Abgaben trägt der Empfänger.


Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren. Immortale Srls · Corso Umberto I, 173 — 07026 Olbia (OT), Italien · USt-IdNr. IT02907200907